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Als Interessenvertretung der ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten sorgt die Kassenärztliche Vereinigung M-V (KVMV) für eine qualitätsgesicherte ambulante medizinische Versorgung in M-V. Ebenso bietet sie Patienten, Patientenvertretern oder Selbsthilfegruppen Informationen an, die auf dieser Seite bereitgestellt werden.

(c) KVMV, Schilder

Mammographie-Screening in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den ersten Bundesländern, die die flächendeckende Einführung der Mammographie-Screening-Einheiten abgeschlossen haben. Das qualitätsgesicherte teleradiologische Röntgenuntersuchungsverfahren der weiblichen Brust zur Brustkrebsfrüherkennung ist seit 2014 in allen vier Mammographie-Screening-Einheiten in MV möglich.

„Weil es um Sie geht!“

Unter diesem Motto hat im Mai 2006 das Mammographie-Screening in Mecklenburg-Vorpommern begonnen. Dabei handelt es sich um ein vom Gesetzgeber beschlossenes qualitätsgesichertes Röntgenuntersuchungsverfahren der weiblichen Brust im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung.

Als erste von vier Mammographie-Screening-Einheiten in Mecklenburg-Vorpommern hat die Region Greifswald ihre Arbeit aufgenommen. Die Screening-Einheiten in den Regionen Schwerin und Neubrandenburg folgten im November bzw. Dezember 2006 sowie der Bereich Rostock im Juli 2007. Somit gehört Mecklenburg-Vorpommern zu den ersten Bundesländern, die die flächendeckende Einführung abgeschlossen haben.

Internationale Studien belegen, dass ein regelmäßiges Mammographie-Screening für Frauen in der Altersgruppe der 50- bis 69-Jährigen die Brustkrebs-Sterblichkeit erheblich senken kann, denn mit dieser Untersuchung lassen sich frühzeitig auch noch nicht tastbare Tumore aufspüren.

Das Mammographie-Screening wird von den Krankenkassen finanziert und in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung umgesetzt.

Das Foto zeigt eine Frau während der Mammografie Foto2_223x159.jpg (5508 Byte)

15 Minuten für die Gesundheit – das Uniklinikum Greifswald hofft auf eine hohe Beteiligung beim Brustkrebsfrüherkennungsprogramm.

Foto: Janke/Uniklinikum, Medieninformation des Universitätsklinikums Greifswald vom 29.04.2006

Eindringlich plädieren Ärzte und Krankenkassen für eine regelmäßige Teilnahme am Früherkennungsprogramm. Mit einem Flyer und einem Wartezimmerplakat informieren niedergelassene Haus- und Frauenärzte in Mecklenburg-Vorpommern ihre Patientinnen über das Programm.

Anspruch auf das Mammographie-Screening als Vorsorgeuntersuchung haben alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Sie werden nach einem festgelegten Verfahren von der „Zentralen Stelle“, die in Mecklenburg-Vorpommern beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) angesiedelt ist, schriftlich eingeladen.

Die ersten Einladungen erfolgten in den Kreisen Nord- und Ostvorpommern, Rügen, Demmin und Uecker-Randow. In allen vier Screening-Einheiten führen mittlerweile mehrere radiologische Praxen und das jeweils ortsansässige Klinikum (in Rostock das Universitätsklinikum) die Mammographien durch. Eingeladen wird wohnortnah; individuelle Wünsche der anspruchsberechtigten Frauen können nach Abstimmung mit der Zentralen Stelle berücksichtigt werden. Unter der Rufnummer 0385/ 7440-285 können darüber hinaus anspruchsberechtigte Frauen Termine abstimmen und ihre Fragen zur neuen Vorsorgemöglichkeit stellen.

Die Teilnahme an der schonenden und unkomplizierten Untersuchung ist natürlich freiwillig. Die persönlichen Daten werden verschlüsselt erfasst. Bei unauffälligem Befund werden die Frauen nach Ablauf von zwei Jahren wieder eingeladen.

Der Erfolg dieses Programms hängt von der Beteiligung der anspruchsberechtigten Frauen ab. Nur bei einer hohen Beteiligungsrate lässt sich das erklärte Ziel, Reduzierung der Sterblichkeitsrate durch Brustkrebs erreichen. Denn Brustkrebs ist in Deutschland mit rund 47.500 Fällen jährlich die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Jede zehnte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens daran, und knapp 18.000 Frauen sterben jedes Jahr an dieser Krankheit. Dabei werden zwei Drittel aller Brusttumoren erst entdeckt, wenn sie größer als zwei Zentimeter sind. Die Folgen: radikale Operation, belastende Therapien und geringere Heilungschancen.

Durch ein flächendeckend angebotenes Mammographie-Screening erhalten die teilnehmenden Frauen die Chance, eine Brustkrebserkrankung rechtzeitig zu entdecken, so dass eine brusterhaltende Behandlung mit dauerhafter Heilung möglich ist.

Die teilnehmenden Screening-Ärzte sind besonders geschult und weitergebildet. Durch eine Zweitbefundung jeder Röntgenaufnahme und wöchentliche Konferenzen der beteiligten Ärzte wird eine sehr hohe Diagnosequalität nach europäischen Leitlinien erreicht.

In Mecklenburg-Vorpommern wird von Beginn an digitale Mammographietechnik und elektronische Befund- und Bilddatenübertragung eingesetzt. Damit wird den spezifischen Bedingungen eines Flächenlandes entsprochen. Mit diesem Konzept wird in unserem Bundesland das modernste Vorsorgeprogramm in Europa umgesetzt.
Die Schirmherrschaft für diese Gemeinschaftsaktion hat Frau Dagmar Ringstorff übernommen.

Gleichzeitig werden die regionalen Tumordatenregister und die Ärzte und akkreditierten Zentren des in Mecklenburg-Vorpommern bereits angelaufenen „Disease-Management Programm (DMP) Brustkrebs“ in Greifswald, Rostock, Neubrandenburg und Schwerin an das Mammographie-Screening angeschlossen.

Damit wird erstmalig in Deutschland eine optimale Screening- und Versorgungskette für die weibliche Brust geschlossen. 

 

Pressemitteilungen

 

Häufig gestellte Fragen

Alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren sind anspruchsberechtigt.

Die Screening-Einheiten sind nacheinander gestartet. Im Mai 2006 hat das Programm in der Region Greifswald begonnen (Standorte: Greifswald, Demmin, Pasewalk). Dann folgten die Regionen Schwerin im November 2006 (Standorte: Schwerin, Wismar, Parchim, neu: Ludwigslust) und Neubrandenburg im Dezember 2006 (Standorte: Neubrandenburg, Waren/Müritz). Seit Juli 2007 ist auch die Screening-Einheit in der Region Rostock (Standorte: Rostock, Güstrow) in Betrieb genommen worden.

Alle Frauen erhalten direkt in einem Zwei-Jahresturnus eine Einladung vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung als zentrale Stelle.

Jede anspruchsberechtigte Frau kann sich auch selber an die für sie zuständige bzw. die einladende Stelle wenden, um einen Termin zu vereinbaren.

Aus organisatorischen Gründen wird empfohlen, die Einladung abzuwarten.

Wie in anderen europäischen Ländern wird das Screening für Frauen ab 50 Jahren angeboten, weil in dieser Altersgruppe die Untersuchung den besten Präventionseffekt hat. Die Früherkennung könnte nach Ansicht von Experten jährlich mehr als 3.000 Frauen das Leben retten.

Die Kosten Ihrer Teilnahme am Mammographie-Screening-Programm werden im Rahmen des Krankenversicherungsschutzes übernommen.

Die Praxisgebühr entfällt.

Flyer zum Herunterladen

Faltblatt

Flyer zum Mammographie Screening in MV (pdf-Dokument, 367 kB)

Mit dem Flyer "Weil es um Sie geht" informieren niedergelassene Haus- und Frauenärzte in Mecklenburg-Vorpommern ihre Patientinnen über das Programm. Diesen können Sie hier als pdf-Dokument herunterladen!

Beteiligte Einrichtungen und Ärzte/ Ansprechpartner

Fragen rund um die Organisation des Mammographie-Screenings, zum Einladungsverfahren und zur Terminabstimmung:

Zentrale Einladungsstelle
beim Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK)
Telefon: 0385.489361212

Ansprechpartner zum Thema in der KVMV:
Anette Winkler
Geschäftsbereichsleiterin Qualitätssicherung
Tel.: 0385.7431 244

Liane Ohde
Geschäftsbereich Qualitätssicherung
Tel.: 0385.7431 210