Geschäftsbereich Qualitätssicherung

Eine wichtige Aufgabe der KVMV ist es, die Versorgungsqualität der ambulant tätigen Ärzte und Psychotherapeuten zu sichern, kontinuierlich weiterzuentwickeln und nachhaltig zu fördern. Hier finden Sie einen Überblick der Qualitätssicherungsmaßnahmen und zahlreiche unterstützende Informationen für die praktische Umsetzung.

 

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Organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme

Genaueres über die Durchführung von organisierten Krebsfrüherkennungsprogrammen (oKFE) bestimmt eine Richtlinie auf Grundlage von § 92 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3, Absatz 4 i. V. m. § 25a Absatz 2 Satz 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V).

Das Ziel der Früherkennungsuntersuchungen liegt darin, Vorstufen einer Krebserkrankung oder eine mangels konkreter Symptomatik bislang unentdeckt gebliebene Krebserkrankung möglichst früh zu erkennen und einer Behandlung zuzuführen, wenn diese erforderlich ist. So sollen Belastungen durch die Krankheit, insbesondere aber die Mortalität durch diese gesenkt werden. Gleichzeitig will man Belastungen und Schadensrisiken, die mit der Früherkennungsuntersuchung verbunden sind, minimieren. Durch die Ausgestaltung der Früherkennungsuntersuchung als organisiertes Programm sollen mehr Personen erreicht werden und die Wirksamkeit, Qualität und Sicherheit der Krebsfrüherkennungsprogramme stetig erfasst, überwacht und verbessert werden.

Sobald die Dokumentationsverpflichtung in Kraft tritt, übernehmen die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) die Funktion der Datenannahmestellen. Um die Programmevaluation zu gewährleisten, übermitteln Ärzte dann ihre Daten elektronisch an ihre KV. Diese wiederum leitet die Daten zur datenschutzkonformen Verschlüsselung an eine Vertrauensstelle weiter. Welche Angaben Ärzte konkret zu dokumentieren haben, ist in der oKFE-Richtlinie festgelegt. Die genauen Spezifikationen wurden vom Institut für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTiG) erstellt und zum 1. Juli 2019 veröffentlicht. Da das IQTiG auch die technischen Vorgaben für die Dokumentationssoftware erstellt hat, ist eine Zertifizierung durch die KBV nicht möglich.

Aktuell

13.08.2020 | oKFE
Dokumentation für Früherkennungsprogramme zu Darm- und Gebärmutterhalskrebs ab 1. Oktober

Nach der organisierten Krebsfrüherkennungs-Richtlinie (oKFE‐RL) sollten zur vollständigen Leistungs-erbringung eigentlich bereits seit 1. Januar 2020 die durchgeführten Untersuchungen von den Ärzten dokumentiert und an die Kassenärztlichen Vereini-gungen übermittelt werden. Da aber zum 1. Januar keine ausreichend geprüfte Software für die Praxen zur Verfügung stand, beschloss der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) die vorübergehende Aussetzung der Dokumentationsverpflichtung. Diese endet mit Ablauf des 30. September 2020. Um termingerecht am 1. Oktober 2020 mit der Dokumentation beginnen zu können, sollte frühzeitig der Kontakt zu den Softwareherstellern gesucht werden. Mehr lesen ...

27.02.2020 | oKFE
Übergangslösung für neues Muster 39

Mit dem organisierten Programm zur Früherkennung von Zervixkarzinomen wurde zum 1. Januar 2020 auch das Muster 39 neu gefasst. Bestimmte, für die differenzierte Beauftragung der zytologischen Untersuchung erforderliche Informationen können auf dem Formular jedoch aktuell nicht ausreichend abgebildet werden. KBV und GKV-Spitzenverband haben hierzu nun eine Übergangslösung vereinbart, die zum 1. März 2020 in Kraft tritt. Mehr lesen ...

05.12.2019 | oKFE
Dokumentationsverpflichtung wird vorerst ausgesetzt

Die Dokumentationsverpflichtung für die neuen organisierten Krebsfrüherkennungsprogramme wird vorläufig ausgesetzt. Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss beschlossen. Dies betrifft sowohl das bereits laufende Programm zur Früherkennung von Darmkrebs als auch das zum 1. Januar startende Programm zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. Mehr lesen ...

Programme zur Früherkennung

Darmkrebs

Zervixkarzinom