Medizinische Beratung

Die Medizinische Beratung der KVMV berät Ärzte leitliniengerecht zu medizinischen, pharma- kologischen, wissenschaftlichen und verordnungsrelevanten Themen der ärztlichen Tätigkeit. Im Mittelpunkt steht die Verordnung von Leistungen zu Lasten der GKV entsprechend der gesetz- lichen Regelungen. Die Beratung der Verwaltung und des KV-Vorstandes, Gremienarbeit, Ent- wicklung von Arbeitshilfen und Öffentlichkeitsarbeit sind weitere Schwerpunkte der Abteilung.

(c) KVMV

Arzneimittel

13.04.2021 | Arzneimittel
Verordnung von Vitamin E zulasten der GKV

Seit dem 8. April 2022 kann Tocopherol hoch dosiert als Monopräparat zur Behandlung von Vitamin-E-Mangel-Ataxie (AVED) zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnet werden. Mehr lesen...

13.04.2022 | Arzneimittel
T-Rezepte: Keine Abgabe der Gebrauchsinformation durch Ärzte mehr notwendig

Seit Mitte Februar 2022 stehen für den Wirkstoff Lenalidomid generische Fertigarzneimittel zur Verfügung. Um die geforderten Sicherheitsmaßnahmen einhalten zu können, wurde die Arzneimittelverschreibungsverordnung mit Wirkung zum 1. März 2022 angepasst. Mehr lesen...

21.02.2022 | Arzneimittel
Lieferengpässe bei tamoxifenhaltigen Arzneimitteln

Der Wirkstoff Tamoxifen ist zurzeit nur sehr eingeschränkt in Deutschland verfügbar. Daher hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte Maßnahmen ergriffen wie beispielsweise vorgezogene Produktionen und die Erweiterung des Imports tamoxifenhaltiger Arzneimittel. Mehr lesen...

07.02.2022 | Arzneimittel
Warnhinweise in Fachinformationen von Fentanylpräparaten wurden erweitert

Auf Grundlage eines Beschlusses der Europäischen Kommission am 31. März 2021 wurden Produktinformationen und Packungsbeilagen von Fentanyl-Präparaten, bei denen der Wirkstoff transmukosal appliziert wird, durch Warnhinweise erweitert. Mehr lesen...

24.11.2021 | Arzneimittel
Applikations-Management von Methotrexat: Methotrexat-haltige Fertigspritzen/-Pens

Am 25.11.2019 informierte der Rote-Hand-Brief bezüglich Maßnahmen zur Vermeidung von Dosierungsfehlern von Methotrexat-haltigen Fertigarzneimitteln. Mehr lesen...

24.11.2021 | Arzneimittel
Forxiga® (Dapagliflozin) nicht mehr für Typ-1-Diabetes mellitus

Die Firma AstraZeneca® informierte, in Abstimmung mit dem BfArM und der EMA, mittels Rote-Hand-Brief im Oktober 2021 über das Zurückziehen der Indikation für Typ-1-Diabetes mellitus für das Fertigarzneimittel Forxiga®. Mehr lesen...

24.11.2021 | Arzneimittel
Rote- und Blaue-Hand-Briefe zu kombinierten hormonalen Kontrazeptiva (KHK)

Das BfArM hat in einem Rote-Hand-Brief vom 30.09.2021 auf das Auftreten einer tiefen Venenthrombose beziehungsweise Lungenembolie im Zusammenhang mit den entsprechend eingenommenen kombinierten hormonalen Kontrazeptiva hingewiesen. Mehr lesen...

1. Allgemeine praxisrelevante Paragraphen des SGB V

Arznei- und Verbandmittel als Leistung bei Krankheit (§ 31)

ausgeschlossene Arznei-, Heil- und Hilfsmittel (§ 34)

Kosten-Nutzenbewertung von Arzneimittel (§ 35 a und b)

Empfängnisverhütung (§ 24 a)

 

2. Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses

Arzneimittel-Richtlinie (Richtlinientext)

wichtige Anlagen:

Schnellübersicht der KBV und des GKV-Spitzenverbands zur Verordnungsfähigkeit von Arzneimitteln

Fragen-und-Antworten-Katalog (FAQ) zu Verordnungseinschränkungen und -ausschlüssen sowie Hinweise zur wirtschaftlichen Verordnungsweise nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel

Arzneimittelübersicht zur Verordnung über unwirtschaftliche Arzneimittel in der GKV ("Negativliste")

 

3. Betäubungsmittel (BTM) -Verschreibung

Betäubungsmittelgesetz

BTM-Verschreibungsverordnung

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Formular zur Erstanforderung
(siehe "Betäubungsmittelrezepte zur ambulanten Verschreibung und Hinweise zur BtMVV")

 

4. Arzneimittelverschreibungsverordnung 

Arzneimittel mit dem Risiko teratogener Wirkung

Gemäß §3a der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) darf eine Verschreibung von Arzneimitteln, die die Wirkstoffe Lenalidomid, Pomalidomid oder Thalidomid enthalten, nur auf einem amtlichen Formblatt, das vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte entweder ausgegeben oder in elektronischer Form zur Verfügung gestellt wird, erfolgen. Das Formblatt ist ausschließlich zur Verschreibung der genannten Arzneimittel bestimmt.

T-Register

KBV: Vordruckvereinbarung – Muster 16 (Seite 13) (PDF, 109 kB)
(Bundesmantelvertrag)

KBV: Erläuterungen zur Vordruckvereinbarung – Muster 16 (Seite 44) (PDF, 2,5 MB)
(Hinweise zum Ausfüllen)

Hinweise zur Verordnung

Freiverkäufliche Arzneimittel sind grundsätzlich für Erwachsene nicht zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) verordnungsfähig. Ausnahmen davon definiert die Anlage 1 der Arzneimittel-Richtlinie.

 

Unsicherheiten treten immer wieder bei der Verordnung verschreibungspflichtiger Medikamente zu Lasten der GKV auf. Bei diesen gibt es in den Datenbanken der PVS-Systeme nicht in allen Fällen Hinweise auf Verordnungsausschlüsse oder Verordnungseinschränkungen.

Generell bestehen folgende Verordnungsausschlüsse:

  • Medikamente der sogenannten "Negativliste"
  • Arzneimittel zur Anwendung bei geringfügigen Gesundheitsstörungen (z.B. Abwehrstärkung, Warzen, Fußpilz u.a.; siehe AM-RL § 15)
  • Medizinprodukte, die nicht in der Anlage V gelistet sind
  • Medikamente ohne erlaubten Einsatz im Off-Label-Use (Anlage VI ,Teil B)
  • nicht apothekenpflichtige AM (AM-RL, §4)
  • Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, sogenannte Krankenkost und diätetische Lebensmittel (AM-RL, §6)
  • Medikamente, bei denen Nutzen, Notwendigkeit oder Wirtschaftlichkeit nicht nachgewiesen sind (Anlage III)

Ein weiterer Ausschluss der Verordnungsfähigkeit verschreibungspflichtiger Arzneimittel ist im § 13 der AM-RL wie folgt festgelegt:

" § 13 Verschreibungspflichtige Arzneimittel gemäß § 34 Abs.1 Satz 6 SGB V

(1) Folgende verschreibungspflichtige Arzneimittel sind nach § 34 Abs.1 Satz 6 SGB V bei Versicherten, die das 18.Lebensjahr vollendet haben, von der Versorgung ausgeschlossen:

  • Arzneimittel zur Anwendung bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten einschließlich der bei diesen Krankheiten anzuwendenden Schnupfenmittel, Schmerzmittel, hustendämpfenden und hustenlösenden Mittel, sofern es sich um geringfügige Gesundheitsstörungen handelt.
  • Mund-und Rachentherapeutika, ausgenommen bei Pilzinfektionen, geschwürigen Erkrankungen der Mundhöhle und nach chirurgischen Eingriffen im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich.
  • Abführmittel außer zur Behandlung von Erkrankungen im Zusammenhang mit Tumorleiden, Megacolon, Divertikulose, Divertikulitis, Mukoviszidose, neurogener Darmlähmung, vor diagnostischen Eingriffen, bei phosphatbindender Medikation bei chronischer Niereninsuffizienz, bei der Opiat-sowie Opioidtherapie und in der Terminalphase.
  • Arzneimittel gegen Reisekrankheit (unberührt bleibt die Anwendung gegen Erbrechen bei Tumortherapie und anderen Erkrankungen z. B.Menièrescher Symptomkomplex)."

Ausnahmeregelung
Durch die AM-RL von der Verordnung ausgeschlossene verschreibungspflichtige Arzneimittel können ausnahmsweise in medizinisch begründeten Ausnahmefällen mit Begründung verordnet werden (§31 Abs. 1 Satz 4 SGB V).
Achtung: Die Begründung ist durch die Angabe der entsprechenden Diagnose (mit ICD-Code) in der zur Abrechnung gelangenden Diagnosedatei des betreffenden Patienten gegeben. Sie wird nicht auf dem Rezeptformular vermerkt.

Aktuelle Informationen zur Arzneimittel-Vereinbarung sowie die Prüfvereinbarung finden Sie im passwortgeschützten Mitgliederbereich (KV-SafeNet-Portal) unter dem Menüpunkt "Download / Verträge und Vereinbarungen".

Der Ausdruck

Der Ausdruck "aut idem" leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet "oder das Gleiche".

Aut idem

Die Crux mit dem Kreuz

Auf dem Rezeptvordruck (Muster 16) befinden sich die sogenannten Aut-idem-Kästchen. Werden diese mit einem Kreuz markiert, bedeutet das, dass der Apotheker das vom Arzt verordnete Präparat abgeben soll und nicht entsprechend den gesetzlichen Vorgaben durch ein wirkstoffgleiches ersetzen (substituieren) darf. Mehr lesen...

Lieferengpässe bei Arzneimitteln

Arzneimittelhersteller informieren das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über Art und Dauer von Lieferengpässen von einzelnen Präparaten. Das BfArM stellt diese Informationen in Form einer interaktiven Datenbank zur Verfügung. Die Meldung der Hersteller basiert auf Freiwilligkeit und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Eine Übersicht zu den Lieferengpässen von Human-Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten finden Sie im Internetangebot des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI).

Biosimilars

Hinweise und Empfehlungen zur Behandlung mit Biosimilars

Biosimilars gewinnen immer mehr an Bedeutung im ärztlichen Verordnungsverhalten. Deshalb ist es für behandelnde Ärzte wichtig, den therapeutischen Nutzen und die Risiken der Biosimilars im Vergleich zu ihren Referenzarzneimitteln korrekt bewerten zu können. Mehr lesen...

Fiktiv zugelassene Arzneimittel

Hinweise zur Verordnungsfähigkeit und Liste der betroffenen Arzneimittel

Im Arzneimittelgesetz wurde festgelegt, dass Arzneimittel, die vor 1978 auf dem Markt waren, innerhalb einer Übergangsfrist ein Nachzulassungsverfahren durchlaufen müssen. Mehr lesen...

Frühe Nutzenbewertung

Übersicht über Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen vom G-BA

Unter die Nutzenbewertung fallen Arzneimittel mit neuen Wirkstoffen, die ab dem 1. Januar 2011 erstmals in Verkehr gebracht wurden, Arzneimittel mit Wirkstoffkombinationen, in denen ein neuer Wirkstoff enthalten ist sowie Arzneimittel, die sich bereits auf dem Markt befinden, aber für ein neues Anwendungsgebiet zugelassen werden. Mehr lesen...

Priscus-Liste

Potenziell inadäquate Medikation für ältere Menschen

Alter und Multimorbidität von Patienten stellen eine zunehmende Herausforderung bei der Verordnung von Arzneimitteln dar. Bei der Pharmakotherapie dieser Patientengruppe treten im Praxisalltag häufig Probleme auf. Hierzu gibt die Priscus-Liste praxistauglich kurz und übersichtlich Auskunft. Mehr lesen...

Prüfanträge der Krankenkassen

Anträge der Krankenkassen zur Prüfung der Verordnungsweise

Die Krankenkassen stellen bei der Gemeinsamen Prüfungsstelle der Ärzte und Krankenkassen M-V wiederholt Anträge auf Einleiten eines Prüfverfahrens im Rahmen der Verordnung von Arzneimitteln. Dazu wurde eine Tabelle mit den häufigsten Antragsinhalten veröffentlicht. Mehr lesen...

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